Ajax und Hype und Gerüchte

Ich bin absolut kein Fan des sogenannten usability Gurus Jakob Nielsen, doch wenn er falsch zitiert wird, dann richte ich dies gerne wieder grade. 😉

Jakob Nielsen machte und macht sich einen Namen, indem er wie ein Priester von Ort zu Ort zieht und sich für usability Websites (benutzerfreundliche Webseiten) einsetzt. Ob dies immer so gut ist, was er predigt sei dahingestellt, doch ich achte sein Engagement.

Was ist Ajax:

AJAX steht für Asynchronous Javascript und XML und ermöglicht interaktive Elemente in Webseiten bei deren Nutzung die HTML-Seite nicht neugeladen werden muss.

Sie markieren in Word einen Text, klicken auf das „B“ und schon ist der Text in Fettdruck da. Genau dieses Echtzeitwunderwerk kann Ajax. Sie füllen ein Formular im Internet aus und während Sie schreiben sehen Sie bereits die Änderungen ohne, dass sich die Seite neu aufbauen muss.

Dies hat seine Tücken keine Frage, aber diese Technik ist noch viel, viel jünger als das Internet und wird sich wie alles den Gegebenheiten anpassen.
Viele Programmierer stürzen sich darauf und träumen von völlig interaktiven Seiten, wo Sie wie am Desktop Daheim mit „Drag und Drop“ Elemente verschieben können usw..

Was ist eine Hype?

Unter Medienrummel (engl. Hype) werden meist kurzlebige, in den Medien aufgebauschte oder übertriebene Nachrichten verstanden, die gezielt von Interessensträgern zur Werbung für bestimmte Ideen oder Produkte vorangetrieben wurden.

Also wer nicht irgendwann was über Ajax schreibt, Ajax verwendet und dies vielleicht auch noch als WebDesigner – so wie ich- ist out, unmodern, wird vergessen.

Diese Hype und Nielsens Bekanntheit und vor allem das typische „Nielsen Design“ der Webseite machte sich Chris McEvoy zu nutze und führte viele in die Irre, weil nichts schöner ist als ein Gerücht.
Er schrieb einen alten Nielsen Artikel zum Theme „Frames“ auf Ajax um und schon wird diskutiert wieso Nielsen gegen Ajax sei, dass er wohl Recht habe, dass es vielleicht nicht ganz so schlimm sei.

Ajax sucks hat nicht Jacob Nielsen geschrieben, sondern Chris McEvoy. Der Originalartikel von Nielsen, Frames sucks.

Einige, der derzeitigen Kritikpunkte an Ajax.

  • Ajax macht die „Zurücktaste“ ihres Browsers funktionsuntüchtig.
  • Zur Zeit können ungefähr 25% der Menschen diese Technik gar nicht nutzen.
  • Drucken funktioniert nicht richtig.
  • Suchmaschinen können sich mit dieser Technik auch nicht anfreunden.

Ajax steckt noch in den Kinderschuhen keine Frage, aber wer weiß, vielleicht überrascht uns ein innovativer Programmierer und macht Nützliches daraus.

13jährige spielen noch gerne, doch fängt bereits die Verantwortung zu greifen an – so wie beim Medium Internet- jung, verspielt, aber dennoch wollen immer mehr Webstandards und zeigen somit Verantwortung.
Andere zum Thema:
Blugu.
ION Blog.

mts

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3 Kommentare zu “Ajax und Hype und Gerüchte

  1. Fritz

    Hab mal mit AJAX einen Chat realisiert.
    Ob’s schön ist, war mir nicht wichtig.
    Aber:
    Drucken und die Zurücktaste funktionieren (in Fx1.5, Op8.5 und IE6 getestet)

  2. mts

    Hi Fritz

    das hör ich gern, denn bis dato kam mir dies noch nie unter.

    Manche bieten doch die Kommentarfunktion bereits mit Ajax an. Nun der IE6. spuckt da sowieso und dann muss ich meist die Seite wegklicken, weil ich nicht mehr weg komme.

    Was mich noch sehr stört sind diese elendslangen JS Scripts im header, ich sah die kaum noch wo ausgelagert.

    Aber wer weiß Ajax ist noch jung, es wird lernen 😉

    lg

  3. AJAX

    Zum Thema AJAX gibts übrigens seit kurzem eine interessante Website: ajax-community(dot)de

    edit von mts:

    Hi AJAX

    das freut mich, es gibt viele derartiger Websites,

    hast Du auch was zum Thema oben beizutragen,
    wenn ja, dann wäre dies ein Grund die URLs anklickbar zu machen.

    lg