das ist nicht meine Zielgruppe

Zielgruppen
Unterschiedliche Menschen , unterschiedlichen Alters
Die erste Entscheidung: Zielgruppe sind Menschen.

Soviele wollen mit ihrem Blog, ihrer Website Geld machen. Die Adsense Werbung ist selten zum Spaß irgendwo drauf.

Ein Online Shop macht selten wer nur zum Vergnügen.

Viel Energie wird darauf verwendet, die Website „hübsch“ zu machen. SEO Foren werden besucht und SEO Blogs mit Tipps und Tricks wachsen schneller als die Blumen im Frühling.

Es liegt in der Luft – in der Internetluft – so wie in jeder Geschäftsstrasse.

All die vielen Bemühungen sind absolut sinnlos, wenn man nicht gezielt arbeitet.

Logisch ganz viele sollen auf die Textlinks der Werbung klicken oder Bücher kaufen.

Aber:

Wer sind diese „ganz vielen“ denn?

In den Suchergebnissen ist man unter den ersten Zehn, freut sich. Doch dies nützt nichts, wenn der, der die Suchmaske ausfüllte nachher sich nicht „wohl“ fühlt, weil er oder sie nicht richtig angesprochen wird.

Innere Zielgruppenklarheit ist der erste Schritt zum Geschäftserfolg.

Sehr viele gute Geschäftsideen gehen Pleite, weil die Zielgruppe nicht klar im Bewusstsein war. Dass man seine Zielgruppe dann öffentlich stimmig anspricht – ist ganz was anderes und nur die logische Folge der „inneren Klarheit“.

Nomen est Omen

Nomen est Omen ist lateinisch und bedeutet soviel wie: Der Name prägt.

  • So wie ich etwas nenne, den Namen den ich für etwas hergebe , so denke ich darüber.
  • Denke ich über etwas ganz bestimmt, handle ich auch danach.

Wenn ich mit einem zukünftigen Geschäftsmann spreche und in diesem Gespräch fällt statt „Kunde“ das Wort „Besucher“ , dann ist sich dieser Geschäftsmann noch nicht klar, dass er mit „Besucher“ auf seiner Website, „Besucher “ in seinem Online Shop kein Geld machen wird.

Wenn mich jemand Daheim besucht, dann bin ich Gastgeberin mit meinen Gastregeln.

Plakatives Beispiel:

Bin ich Nichtraucherin, werde ich dem Besucher klarmachen, dass in meiner Wohnung nicht geraucht wird.

Auf das Internet bezogen mache ich den Besuchern meiner Website klar, dass ich die Schriftgröße bestimme und wenn es ihm nicht gefällt, tut es mir zwar leid, aber er kann ja wieder gehen.

Gefällt dem Besucher meiner Wohnung die Farbe der Wand nicht, sitzt er unbequem wird er sich überlegen , ob zukünftige Gespräche mit mir noch in meiner Wohnung stattfinden.

Im Internet wird er oben auf das berühmte weiße Kreuz im roten Kästchen klicken und ich habe nur einen Besucher weniger.

Kunden.

Habe ich jedoch einen Online Shop, eine Geschäftswebsite, mag ich mit Adsense Geld verdienen, dann muss ich den Besucher als Kunde ansehen und danach handeln.

Außer ich kann es mir leisten Kunden zu verlieren. Derzeit kenne ich aber keinen Geschäftsmann, der sich dies ohne weiteres leisten kann.

Kunden sind Menschen.

Vor jeder Auseinandersetzung was den Kunden und wer den die Kunden der richtigen Zielgruppe sind, sollte man sich immer vor Augen führen:

Kunden sind erst einmal Menschen. Da gibt es in jeder Altersgruppe und völlig egal ob Mann oder Frau, Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Graden.


Daher ist es fast unmöglich, dass ein Brillenträger nicht zur Zielgruppe gehört, dass ein Mensch, der nur die Maus oder nur die Tastatur benutzen kann, nicht zur Zielgruppe gehört, dass ein Internetneuling nicht zur Zielgruppe gehört.

1. Ich habe eine Geschäftsidee und mag damit Geld verdienen.

Geld verdiene ich durch den Kunden.

Kunden sind Menschen.

Und wer glaubt, dass diese drei Sätze sowieso völlig klar sind, der hat bei einer Verkaufsschulung auf die Frage: „Woher kommt ihr Gehalt am Ende des Monats?“, noch nie die Antwort bekommen. „Vom Chef, von der Bank“. 😉

mts

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7 Kommentare zu “das ist nicht meine Zielgruppe

  1. Frank

    Kunden sind Menschen und Menschen sind Kunden, eigentlich sehe ich das auch so doch einige Unternehmen haben sich vielleicht einer anderen Ansicht verschrieben. Zum Beispiel dieser, „Angestellte sind Kosten“ und Kunden sind „Kostentilger“. Da bleibt nicht viel von Menschlichkeit. Mag sein das mein Kommentar etwas verwirren mag, er soll ja auch nur als Denkanstoß gelten.

    Gruss Frank

  2. Andreas

    Klar sollte man als Unternehmer es möglichst verhindern, Kunden zu verlieren (oder nicht zu gewinnen). Dennoch kann man das Zielgruppenargument nicht einfach so abtun – aber ich würde es eher betriebswirtschaftlich betrachten. Wenn ich für ein „total“ barrierefreies Webdesign etliches Tausender mehr ausgeben muss als für ein „normales“, dann kann es aus betriebswirtschaftlicher Sicht besser sein, ein paar Kunden zu verlieren, statt diese Tausender auszugeben.

    Ja, und leider ist barrierefreies Webdesign teurer als das normale, denn der 08/15 Webdesigner lernt eben mal schnell Tabellenlayout, und nicht Strukturiertheit und Stylesheets.

  3. mts

    Andreas Hi,
    wenn man wegen der paar Tausender mehr
    gut 42% mehr Kunden hätt?

    wo bleibt da die Betriebswirtschaftlichkeit im Denken?
    unabhängig davon: wer verlangt für barrierefreies WebDesign Tausende mehr?

    [Gedanken

    ..was habe ich versäumt, ich verlange keine tausende Euronen zusätzlich, es ist einfach ‚Standard‘—muss teurer werden…..;)]

    lg

  4. Andreas

    Hmm, die 42% mehr Kunden musst Du mir erklären…

    Bei mir ist es beispielsweise so, dass ich eine Website betreibe, auf der Handyspiele angeboten werden. Handyspiele sind für Menschen mit Sehschwächen leider eh unbenutzbar. Daher bringt es mit keinen einzigen neuen Kunden, wenn ich meine Website barrierefrei gestalte.

    Was die Kosten angeht: es ist nunmal leider so, dass die meisten Grafiker nicht strukturiert denken können und die meisten Techniker kein Gefühl für ansprechendes Design haben. Ein barrierefreies Webdesign muss aber gute Struktur und ein ansprechendes Design zusammenführen – verlangt also einen der wenigen Menschen, die beides können, oder aber eine effektive Zusammenarbeit von zwei Personen. Und das ist definitiv teurer, als wenn man ein Design 1:1 (=ohne Strukturiertheit) umsetzt.

    Ob Du zu günstig bist, kann ich natürlich nicht beurteilen… 😉

  5. mts

    Andreas

    klar vordergründig bringt es Dir keinen Kunden.
    könnt aber sein, also so wie ich mich kenne, dass ich als brillentragende (zukünftige ) Oma irgendwann meinem Enkel sowas kauf?

    WebDesign muss immer beides vereinen.
    Sowohl die html Kenntnisse wie die von CSS.
    Dies unterscheidet eben die reinen Grafiker von den WebDesignern.

    Unabhängig davon ist barrierefreies WebDesign zu einem sehr hohen Prozentsatz immer auch benutzerfreundlich.

    😉

    Einfachste Navigation, logische Abfolge etc..
    sehr viele potentielle Shop Kunden geben zB auf, weil der Bestellvorgang zu technisch ist.

    Teuer ist daher immer relativ.

    Bestbieter ist für mich das richtige Wort.

    Wenn jemand, der noch nie im Internet war, sich auf Deiner Website auskennt, dann hast Du bereits viel gewonnen.
    Wenn nicht, verlierst Du mehr Kunden als das ‚teure‘ WebDesign je gekostet haben kann.

    Und ja – bedauerlicherweise gibt es manche- die glauben, wenn sie ‚barrierefrei‘ wo draufschreiben ist dies gleich ‚doppelt‘ soviel Geld wert.;)

    Wer professional mit einer Website Geld verdienen mag, sollte auch professional auftreten.

    lg

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