Googles Hausrecht oder BMW und Ricoh sind anders.
Die Suchmaschine Google hat Regeln, nutzt ihr Hausrecht und schneller als der Wind ist BMW und Ricoh wieder im Schoss von Google zu finden.
Google hat Richtlinien wer in den Suchindex aufgenommen wird und wer unter welchen Umständen wieder hinausfliegt. Dies ist schlicht und einfach das Hausrecht von Google.
Jeder SEO (Suchmaschinenoptimierer) weiß um diese Richtlinien. Matt Cutts, der als Google Sprachrohr gilt kündigte bereits vor geraumer Zeit an, dass jetzt dieses Hausrecht auch in “anderen Sprachen” stärker kontrolliert wird. Bezeichnenderweise trug dieser Artikel von ihm den Titel: SEO Fehler in anderen Sprachen.
Am 4. Februar 2006 prangerte M. Cutts im großen Stil, mit Screenshots untermauert die Brückenseiten des bayerischen Automobilherstellers BMW an. Im Sinne des Hausrechts von Google zu recht sagen viele, da BMW eindeutig die verbotenen Brückenseiten verwendet hatte. Um dieselbe Zeit wurde die Website von Ricoh ebenfalls aus dem Google Index verbannt.
Dies passiert vielen Webmastern, wenn sie diese Techniken nutzen, um so rasch als möglich unter die TopTen zu kommen.
Neu ist die Anprangermethode mit der dies geschah. Und gänzlich neu ist, dass bei der Bitte um Wiederaufnahme in den Index nicht nur aufgezeigt werden sollte, was alles geändert wurde um den Richtlinien zu entsprechen, sondern vor allem den Namen des SEO möchte Matt Cutt wissen.
Aber die absoluteste Neuigkeit ist, dass es BMW schaffte nach nicht einmal einer Woche wieder im Google Index zu sein! Bis dato war es unter einigen Monaten, manchmal fast eineinhalb Jahren nicht möglich wieder in den Google Index zu kommen.
- Kann jetzt jeder kleine Webmaster, der gegen das Hausrecht von Google agierte damit rechnen nach einer Woche wieder im Index zu sein?
- Hat BMW den Namen des SEOs bekannt gegeben? Im neuen Artikel von Matt Cutts steht davon nichts drin.
- Was tat Ricoh um genauso schnell wieder unter Google gefunden zu werden?
- Hat der Hinausschmieß aus dem Index ab jetzt keinen Verlust des PageRank zur Folge wie bisher? BMW hat den alten PR ja wieder, auch dies wurde bis dato noch nie so gehandhabt.
- Wer verlor jetzt das Gesicht bei dieser Aktion:Google <-> BMW, Ricoh oder Matt Cutt?
- Was hat dies für die Arbeit der Suchmaschinenoptimierer für Folgen?
- Sollten die verbotenen Brückenseiten angeprangert werden oder die Arbeit der Suchmaschinenoptmierer?
Ich bin mir nicht sehr sicher, ob es je eine Antwort auf die Fragen geben wird. Doch es beschleicht mich das Gefühl, dass dieses Exempel so überlegt nicht gewesen sein kann, denn die rasche Wiederaufnahme der beiden “großen” BMW und Ricoh läßt den schalen Geschmack der Käuflichkeit von Google zurück.
Schade.
Nachlese zum Thema:
- Nur ein kurzer Streit zwischen Google und BMW.
- Abakus Forum BWM gekickt
- Google setzt BMW vor die Tür.
Basis Know-how CSS
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zu : Googles Hausrecht oder BMW und Ricoh sind anders.
4 Kommentare
1 Trackback
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Presseeinladungen zu Prozessterminen - Seite 5 - Echte-Abzocke.de,
[ 21.09.09 um 18:48 ]
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Hi Monika,
sehe ich beinahe genauso wie Du, habe auch eher das Gefühl, daß das Exempel von Google zu unüberlegt war.
Sieht man auch schon daran, daß BMW nach wie vor mit den Doorwaypages in Google gelistet ist und diese im Cache noch enthalten sind.
Na ja, vielleicht lässt sich in der Nachbearbeitung ja doch noch die eine oder andere Deiner Fragestellungen klären – poste die Liste doch mal auf englisch bei Matt Cutts, ist wirklich prima auf den Punkt gebracht …;-)
Grüßle
Frank
Hi Frank
Danke für die Rückmeldung,
bloß jede der Fragen wurde dort bereits gestellt, nicht alle auf einmal aber so nach und nach las ich soeben.
Ich bin froh nicht Matt Cutt zu sein,- der muss Antworten finden, mehr als diplomatisch
oder er hüllt sich in Schweigen, was definitiv die klügste Antwort wäre.
Oder meinst Du darf er die Wahrheit schreiben?
lg
Hi Monika,
ich möchte auch nicht mit ihm tauschen …;-)
Ich glaube aber nicht, daß Matt Cutts lügt – er kann nur nicht “alle Karten”, bzw. Google Firmeninterna auf den Tisch bringen.
Was er bisher geschreben hat, war inhaltlich (zumindest soweit ich es beurteilen kann) richtig.
Hier hat sich ein amerikanischer SEO vor wenigen Tagen ausführlich mit der Thematik auseinandergesetzt:
http://michael-martinez.blogspot.com/2006/02/lies-damned-lies-and-matt-cutts.html
Ich denke, man kann Matt Cutts fachlichen Aussagen mehr trauen als den meisten SEO-Anbietern …;-)
Hi Frank
so wie es dieser Martinez beschrieb meinte ich es:
zu lügen ist eine Sache, nicht die ganze Wahrheit zu schreiben/sagen die andere.
mich erstaunten einige der Kommentare in Matts Blog zum Thema, denn ihn persönlich anzugreifen ist verrückt.
der Mann ist Sprachrohr, nicht mehr und auch nicht weniger.
und ja , den zighundert selbsternannten professionellen SEOs, die einer vom anderen abschreiben glaube ich auch weniger als Matts Aussagen,
aber am meisten vertrau ich meiner Erfahrung
,
die ich hie und da preisgebe ….
lg