Privat, public, das Navi und dann wär da noch das kleine Hotel….

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Gedankensplitter in einer hochkomplexen Welt voller englischer Ausdrücke die einfach übersetzt so ganz was anders bedeuten. Oder einmal bedeutet haben oder eben nicht… . Ungegorenes frisch von der Leber weg. Nein, auch nicht direkt aus der ewigst tickenden Logik. Wovon das Herz voll ist, geht der Mund über.

Angefangen hat alles mit den Kindern…

kreative-wandmalerei

Selbst G-Mail offeriert mir immer die ganz spezielle .ch E-MailAdresse, wenn ich an zwei andere E-Mail Adressen schreibe, also kann ich es ruhig public machen. Eines meiner Kinder lebt in der Schweiz.

Von Angesicht zu Angesicht sehen ist daher nicht oft der Fall. So drängten sie mich mir ein iPad zuzulegen. Da gäb es doch FaceTime und Video Telefonie wäre somit super und einfach und überhaupt.

Ich ignorierte diesen Wunsch lange und gab erst nach als ich erkannte in meinem Beruf brauch ich das Ding einfach. Ständig responsive Webseiten nur mit Tools testen ist wirklich nicht das Wahre. Ein iPad Mini ist nun also das meine.

iPad und Navi

mein Navi
mein Navi

Hast ein iPad ist ein Navigations APP nicht weit weg. Ich schlug bei TomTom zu. Gleich die Europa Version. Teuer genug mag es nun auch getestet werden. Schwer in der eigenen Stadt ein Navi zu testen. Ich erkannte, dass das bei mir nicht funktioniert. Ich hör nicht auf die blecherne Stimme, wenn ich die Wege in und auswändig kenne. 🙂

Mir fiel da eine kleine Ortschaft ein, hart an der Grenze zu Tschechien. Schon ewigst war ich nicht dort. Vergessen im Niemandsland haben sich dort zwei Wirte vor Jahren eine gänzlich neue Existenz aufgebaut. Der eine offerierte super Weine und Wellnesse und traumhafte Hochzeiten. Der andere das „kleine Hotel“ mit Herzchen und sonstigem liebesgeschwülstigem Schnickschnack für die „Stunden zwischendurch“. Super Autos standen da immer am Parkplatz.

GPS Daten sind wunderbar. Staus kannst locker umfahren und auch sonst zeigts alles an, was du sonst nicht gleich beachtest.

Ich ließ mich also Hinleiten von dem Navi. Funktionierte anstandslos.

In die Ecke, PRISM! PRISM!

Privat bedeutet nicht sichbar für jeden. Public / öffentlich ist aber alles.
Privat bedeutet nicht sichbar für jeden. Public / öffentlich ist aber alles.

Erst daheim kam mir, dass es doch dieses PRISM nun gäbe. Habe ich nun was zu verbergen, weil ich da oben war in dem Hotel mit den Herzchen? Gut protokolliert, nachweisbar auf den Meter… .

Welcher Hexenmeister hilft mir dies wieder auszubügeln. Ich vermute Goethes Zauberlehrling ging es da besser. Meine Stadt ist de facto ein Dorf mit fast allen Vorteilen eines Dorfes aber 100% mit allen Nachteilen.

Seh ich Gespenster wo es keine gibt? Ich bin unsicher. Und das obwohl ich mich als halbwegs informiert bezeichnen tät. Technik macht mir nicht Angst, sie macht mich neugierig. Fragen bleiben.

Privates Public machen

Nun habe ich meinen kleinen privaten Ausflug public gemacht. Schön langsam gewöhn ich mich daran, dass es massiven Unterschied zwischen privat und public gibt.

Schreib ich eine E-Mail ist die Privatheit public /öffentlich. Schreib ich einen Brief auch, weil die Post Adresse und Absender einscannt.
Gsichtserkennung auf Fotos
Gsichtserkennung auf Fotos

Jedesmal wenn ich ein Foto auf G+ speichere gibt mir diese Software bekannt, ob da ein Gesicht zu sehen ist oder nicht. Und sie erkennt die Gesichter auch.

Wielang brauchts bis die Post die Inhalte eines Briefes einscannen kann

Habe ich schon wieder Zauberlehrlings Ängste… . Wie stell ich diese innere Fragerei ab?

Schlussendlich nach einem langen Kaffee meldet meine Vernunft: „Monika, die bist doch ein kleines Würstchen. Wer interessiert sich schon für deinen Ausflug. Nimm dich doch nicht wichtiger als es dein Staat macht.“

Vernünftig wie ich bin folge ich auch hie und da meiner eigenen Vernunft und erinnere mich daran, dass kleine Würstchen verdammt viel Macht haben. Weit mehr als der Hexenmeister bei Goethe.

Fazit:

Privat ist gestern, heute ist public. Nicht sichtbar bedeutet nicht gleichzeitig privat. Und ich beginne mir Gedanken über die ständige Überwachung von mir zu machen. Ich bin nicht (mehr) frei… .

Und der nächste Kunde fragt nach einer Membersite => alles muss privat bleiben. Und schnell, daher möge ich doch dieses „Amazon“ Ding nutzen wo alles so schnell ausgeliefert wird.

Nochwas: E-Mail Verschlüsselungsdienste der Staaten beginnen ihre Dienste zu schließen.

mts

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