Rund 390 Prozent mehr Zugriffe über mobile Endgeräte auch auf nicht-Nerd Webseiten

Zunahme der mobilen Zugriffe um ~390%. Vergleich Aug 2012- Aug 2013
Zunahme der mobilen Zugriffe um ~390%. Vergleich Aug 2012- Aug 2013

Rund 300 Prozent mehr Nutzer mit mobilen Endgeräten verzeichnete ich von Aug. 2012 zum Vergleichsmonat Aug. 2013. Die Beispieldomain ist die basteln.co.at die 100% keine Nerd-Webseite ist. Ich verzeichne zum Teil sogar noch Win2000 Nutzer auf ihr. Daher wage ich zu behaupten „OttoNormalverbraucher“ ist dort daheim.

Diese eklatante Steigerung der mobilen Endgeräte in der Nutzerstatistik läßt mich daher umso mehr aufhorchen. Wer sich also nun für ein neues Gerät entscheidet greift zum Tablet oder einem hervorragenden Smartphone, wenn er sogenannter Privatnutzer des WWW ist.

Hier nochmals die Daten der Grafik als Tabelle

Der Trend zu mobilen Endgeräten ist klar erkennbar, daher habe ich etwaige Rundungsfehler bei den Prozenten nicht korrigiert.

  Computer Phone MediaPlayer
Aug 12 96,291% 3,571% 0,137%
Aug 13 86,132% 13,793% 0,075%
Steigerung der mobilen Zugriffe um 386,25%, aufgerundet 390%.

Bereits im Jahr 2012 war jeder Zehnte Zugriff auf eine Webseite über ein mobiles Endgerät berichtet adzine.de.

Im März diesen Jahres berichtet heise.de, dass die Tablets die Smartphones beim Zugriff auf eine Webseite überholen.

Bei den Newslettern ist der Trend ja umgekehrt, da greifen sehr viele immer öfter zu Smartphones, um diese zu lesen.

Wer den Trend erkannte hat bereits auf ein responsive Layout umgestellt.
Wer noch überlegt sollte sich beeilen, sonst sind die Kunden beim Mitbewerber…
mts

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10 Kommentare zu “Rund 390 Prozent mehr Zugriffe über mobile Endgeräte auch auf nicht-Nerd Webseiten

  1. Chio

    Die Headline ist natürlich der Hammer – diese Steigerungsraten werden nur von 0.1 auf 0.5 übertroffen 😉
    Aber stimmt natürlich: Responsive Webdesign ist momentan schwer angesagt. Ich mach NUR mehr. Wenn mans mal verstanden hat, kann man auch locker jedes Framework in die Ecke stellen und das machen, was man eigentlich möchte.

  2. mts

    tja Headlines sind gefragt :-)

    ich biete auch nur mehr responsive an, alles andere ist für mich nur mehr uralt und undenkbar einfach :-)

  3. Chio

    Ich habe auf beesign.com relativ wenige „mobile Zugriffe“, so um 4% Handys, 3% Tablets. „Webdesign“ ist scheinbar kein Thema beim schnellen Gucken in der Straßenbahn.
    Und so wie die Site gestrickt ist, lässt sie sich auch gut mit der Desktop-Version ansehen, also sehe ich da momentan keinen Handlungsbedarf.
    Bei site-check.cc sind es noch weniger: 2+2%.

    2 Sites habe ich in der letzten Zeit auf Responsiv umgestellt; bei beiden haben sich keinerlei Änderungen in den Besucherzahlen ergeben. Sowas ist aber natürlich immer mit Vorsicht zu genießen, weil sich durch die Änderungen auch ein anderes Ranking ergeben könnte.

    Bei neuen Sites oder Relaunches kann ich natürlich nichts sagen, ich weiß ja nicht, wie es sonst gewesen wäre.

    Was ich aber sagen kann: Die Anzahl der Besucher mit Handy/Tablett korreliert in keiner Weise damit, ob die Site responsiv ist. Das ist auch klar: Die Besucher wissen es ja gar nicht. Und wenn: Viele reagieren verärgert, wenn die Seite am Handy anders aussieht als am Desktop.
    Schlecht angenommen werden eigene Versionen für Handys; nur ein Bruchteil der Handy-Nutzer geht auf eine angebotene Mobile-Version.

    Viel mehr als mit der Machart der Site korreliert die mobile Nutzung mit dem Thema; vor allem mit allem was „draußen“ ist: Zelte, Hunde, Lokale: da hab ich die größten Zahlen: 30-40%. Keine dieser (meiner) Sites ist responsiv; trotzdem rege Mobile-Nutzung.

    Das soll jetzt nicht heißen, dass RWD überflüssig oder sinnlos ist. Im Gegenteil: Die Leute sind es einfach noch nicht gewohnt und finden es „noch“ super, dass das Handy die Desktop-Version zeigen kann. Das denke ich wird sich ändern.

  4. Chio

    Ja, ich nochmal..

    Was die ganzen Statistiken schwer vergleichbar macht: Auf vielen umfangreicheren Präsenzen sind es einzelne, wenige Seiten, die den meisten Traffic machen. Auf beesign.com zb. eine zum Thema „DPI“ (300 dpi, 72 dpi usw sind die Suchbegriffe)
    Bei Sitecheck ist es der Suchbegriff „meta-description“, der ziemlich aufträgt.

    NIEMAND interessiert sich für dpi oder die meta-description, wenn er abseits eines Desktop-PCs ist. Das sind keine Themen in der Kneipe oder am Schulhof.
    Aber es könnte durchaus sein, dass auf einmal meine Referenzen-Seite beim Suchbegriff „Hunderassen“ gut gerankt wird – Google ist ja manchmal etwas seltsam. Dann hätte ich plötzlich viele Handy-Zugriffe, von Leuten die wissen wollen, was denn das für ein Hund ist, den sie gerade im Park sehen.
    Wenn es sich im Zuge einer Umstellung ergibt, dass eine Website von Google neu bewertet wird, kann natürlich der Eindruck entstehen, dass plötzlich weit mehr mobile Besucher sind. Tatsächlich haben sich aber die Themen verschoben, mit denen Seiten gerankt werden.

    Jo. Der Anschein, dass ich mich sehr mit dem Thema RWD befasse, täuscht nicht 😉
    Allerdings betrachte ich die Sache auch etwas differenziert.

  5. mts

    deswegen , weil eine Seite responsiv ist, bedeutet dies ja keineswegs, dass die Leute mobil was anders sehen als am Desktop. Genau das macht ja normalerweise responsive Seiten aus, dass dem nicht so ist.

    Ich habe selbst hier viele mobile Zugriffe, und eindeutige Masochisten müssen auf der Texto sein, weil dort liefer ich code und selbst den guggen sich etliche mit dem Smartphone an => das find ich extrem „nerdig“ …..

  6. Boris Schneider

    Ich bin auch der Meinung, dass man seine Seiten umstellen und „mobile-gerecht“ ausstatten sollte. Glücklicherweise achten die meisten Webdesigner, bzw. Admins mittlerweile auch darauf :)

  7. Dorian

    Technologien entwickelt sich. Mehr und mehr Menschen kommen auf die Website von mobilen Geräten. Diese Statistik zeigt Analytics deutlich. Die Notwendigkeit, eine mobile Version der Website zu machen ist offensichtlich.

  8. Nils

    Die Sache mit responsive ist nicht so einfach, vor allem die pauschalen Aussagen von Chio sind zum Teil nicht richtig. Natürlich hat man am Anfang nicht mehr Besucher mit der responsiven Version der Seite. Die Seite wird dadurch ja nicht besser gerankt und Besucher, die über Werbung kommen, kommen auch nicht mehr oder weniger.

    Die Sache ist doch eigentlich nur die:

    Ist die Seite mit responsive WIRKLICH einfacher zu nutzen?

    Als das iPhone rauskam und damit zum ersten Mal es wirklich leicht möglich war eine Seite auch von unterwegs mal anzusurfen, wurden alle Seiten einfach skaliert dargestellt und mit einem Wisch rein- oder rausgezoomt.

    Vorteil: Man sieht sofort die gesamte Seite – und die Seite sieht sowohl im Desktop als auch mobil gleich aus! Reinzoomen ist nicht wirklich schwer. Die Kosten für die Entwicklung sind geringer, das Design sieht überall gleich aus und neue Inhalte können leichter erstellt werden, da man nicht immer auf alle möglichen Display Größen testen muss. Auf Tabletts ist responsive sowieso nicht wirklich nötig, nur auf Smartphones wird die Seite sonst zu klein zum lesen, so dass Zoomen nötig wird.

    Nachteil: Man muss zoomen.

    Dagegen bei den responsive Seiten.

    Vorteil: Man kann die Inhalte besser lesen. Vor allem den Text – man muss nicht zoomen. Vor allem für Newsportale und Blogs bietet sich diese Variante natürlich an, da der Text einfach viel besser zu lesen ist. Allerdings gibt es Seiten, die responsive nicht zwingend benötigen. Es kommt immer darauf an, was die Nutzer auf der Seite denn eigentlich wollen. Bei einem Restaurant will der Nutzer meist nur schnell die Öffnungszeiten, ein paar Bilder und die Anfahrt sehen. Da braucht man nicht zwingend eine responsive Variante für.

    Nachteil: Die Seite perfekt anzupassen kostet mehr Zeit (höhere Kosten). Bei vielen Seiten ist es lieblos angepasst und der Aufwand lohnt sich nicht wirklich. Außerdem muss man bei jeder Seite endlos scrollen um wirklich einen Überblick über alle Inhalte zu bekommen.

    Fazit:

    Ganz so einfach ist es nicht. Responsive ist ähnlich wie Web 2.0 oder Flash ein Begriff mit dem gerade jeder gerne um sich schmeißt, der meint der neue Internet Guru zu sein. Nicht für jede Firma lohnt es sich eine responsive Version ihrer Internetseiten zu erstellen.

    Vorher sollte gefragt werden, was wollen Smartphone Nutzer denn eigentlich auf unserer Webseite. Biete ich wirklich so viele Texte und Informationen an, die auch von mobilen Nutzern nachgefragt werden, so dass es Sinn macht responsive zu werden oder wollen die mobilen Nutzer nur schnell die Anfahrtsskizze oder Telefonnummer herausfinden?

    Ich selbst nutze für geschäftliches Surfen hauptsächlich mein Notebook, aber ganz anders kann es z.B. aussehen, wenn man eine Klientel hat, die viel unterwegs ist und wirklich ihr Smartphone nutzt, um online einzukaufen und sich zu informieren. Hier macht es dann natürlich Sinn die Seite so zu optimieren. Keinen Sinn macht es blind responsive zu entwickeln, wenn die Klientel der Seite davon gar nichts haben und es das updaten nur schwieriger macht. Es kommt also auf zwei Faktoren an: Wirtschaftlichkeit und Surfverhalten der Kunden.

    Ich selbst finde responsive vor allem bei Newsportalen super – diese haben aber auch ein großes Budget und können aus dem vollen schöpfen, was Webdevelopment angeht. Dort können die Bilder auf mobile Größen angepasst werden und ein eigenes Design extra für eine Mobile Version erstellt werden. Habe ich allerdings eine Seite basierend auf WordPress für eine kleinere Firma erstellt, dann macht responsive häufig nicht so viel Sinn und eine „normale“ Seite mit fester Seitenbreite wird vielleicht sogar einen besseren Eindruck machen, als eine responsive Seite, die ewig braucht zum Scrollen und wo dann am besten die Kontaktdaten noch weit unten versteckt sind…

    Meine „alten“ Seiten sehen bestens auf Tabletts aus und auch auf smartphones kann man ganz einfach und bequem alles auf einmal sehen und einfach navigieren, das ist ja das tolle an dem zoomen per Fingern auf den Smartphones.

    Bei vielen responsive Templates für WordPress ist allerdings die Navigation und das Layout nicht wirklich durchdacht und responsive schafft eher mehr Probleme als das es löst und ist vor allem nicht wirklich wirtschaftlich, da der Zeitaufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Das Geld, was in responsive geht, sollte hier viel besser in SEO investiert werden!

    So jetzt habe ich hier einen halben Roman geschrieben, hoffe keinem auf den Schlips getreten zu sein, da man ja gerade mit responsive wieder nen Riesenhype veranstaltet, so wie mit dem ach so weltbewegenden Kunstwort Web 2.0 vor einigen Jahren.

    Mich nervt so etwas als Webdesigner, aber man hat natürlich den Vorteil, dass es mehr Kunden bringt, die plötzlich auch alle dabei sein wollen :-)

  9. Su

    Ein modernes Smartphone hat ja eine ungefähre Größe von 5 Zoll – damit kann man sehr gut surfen, deshalb wundert mich es jetzt nicht wirklich, dass das weiter zunimmt.

  10. Chio

    Es ist für mich zu kurz gegriffen, Responsive Webdesign nur auf „Geht am Handy“ zu reduzieren. Besonders „Mobile First“ halte ich derzeit für den völlig falschen Weg.

    Wir haben heute weit mehr Besucher mit einem 22″ Monitor als mit einem Handy. Ziel muss sein, dass eine Website auf einem sehr großen Monitor (maximiertes Fenster oder nicht), auf 1024×700 und auf 320×400 nicht nur gut läuft, sondern auch gut aussieht. Die ganze Bandbreite von klein bis groß.

    Ich stelle gerade wieder eine Website auf RWD um ( http://www.zugspitze-hotel.at ); hier zwickt es vor allem die Slideshow im linken Bereich, noch dazu position: fixed; das macht auf Android Handys ziemlich Ärger, wenn man reinzoomt (die Elemente überlagern sich). Ferner muss ich dafür sorgen, dass die ganzen Bilder auch gar nicht geladen werden, wenn die Slideshow ausgeblendet ist.

    Ist eine ziemliche Bastelei…