Tabb nicht in die Above the Fold Hidden Content Falle

Beispiel für einen Tabbed Content
Beispiel für einen Tabbed Content

Einmal mehr zeigt sich, dass auch wir WebDesigner uns sehr intensiv mit den Anforderungen der Suchmaschine auseinandersetzen müssen. Jquery Tabs werden in einer unermesslichen Menge angeboten. Jeder von uns WebDesigner braucht nur eines dieser Plugins minimalst anzupassen und schon glaubt man sich im Himmel der User Experience, die modernes WebDesign unter anderen ausmacht.

Gäbe es da nicht die berechtigte Anforderung unserer Kunden, dass die Webseite auch bei Google gefunden werden können solle. Und selbst, wenn dies der Kunde nicht direkt sagt, hat er meiner Meinung nach ein Recht darauf eine Webseite zu bekommen, die zumindest bei Google nicht schadet.

Die absolute Kurzfassung dieses Artikels ist:

Google ignoriert hidden Content
In einigen Fälle sind jQuery Tabs hidden content für diese Suchmaschine.
Zitat von John Müller, Googler bei Google Schweiz in einem Hangout auf G+

Versteckte Inhalte werden von der Suchmaschine ignoriert, so die offizielle Aussage und an Spekulationen mag ich mich diesmal nicht gleich beteiligen. Selbstverständlichst gibt es Webseiten, die auch heute noch mit versteckten Inhalten ein Superranking haben. Es gibt immer Gegenbeispiele.

Wieso können jQuery Tabs hidden content sein

Textsnippet in den Suchergebnissen bei Google
Textsnippet in den Suchergebnissen bei Google

Der Suchende sucht ein bestimmtes Wort mittels Google und klickt dann auf die Webseite, die ihm in dem kleinen Textsnippet bei den Suchergebnissen anzeigt, dass er das was er sucht, dort findet. Auf dem kleinen Screen habe ich diesen Snippet rot umrahmt.

Nun landet der Suchende auf der Webseite und der gesuchte Inhalt ist in einem jQuery Tab. Somit findet er nicht mehr, sondern klickt manchmal sogar völlig enttäuscht weg. Dies löst das gefürchtete „return to SERPs“ aus, also mit denselben Suchwort nochmals die Suchmaschine bemühen. In den Analytics Statistiken sieht man es an der hohen Absprungrate.

Wie streng betrachtet Google diese jQuery Tabs

Eine total klare, absolut nachvollziehbare Aussage gibts dafür nicht. „Manchmal“ ist das eindeutigste Wort in diesem und anderen Zusammenhängen.

Dennoch denke ich mir anhand der Aussagen von John Müller, dass nachfolgende jQuery Tab Plugins extrem gefährdet sind als „hidden content“ Above the Fold betrachtet zu werden und somit eine Abstufung der Webseite in Betracht gezogen werden kann:

InformationsIcon

  • Creat Tabs with html und jQuery
    Dieses jQuery Plugin wird promotet mit „Say goodbye to those long pages and implement HTML tabs today to improve your website’s user experience.“ => schön wär es, wenn da nicht das Gefundenwerden bei Google auch noch eine Rolle spielen tät.
  • Dieses Tabbed Rotator Plugin verheißt, dass das Bild oben sich wandelt und darunter der dazugehörende Inhalt angezeigt wird.
Beiden jQuery Plugins ist gemeinsam, dass sie bei abgeschaltetem JavaScripts keinen Inhalt anzeigen. Sie haben keine Fallback Lösung. Wer so ein jQuery Plugin nutzt darf sich über verlorene Rankings und extrem sinkende Käuferzahlen nicht wundern.

Mehr als zwei negative Beispiele für „Hidden Content Above the Fold“ bring ich nicht übers Herz 😉

worauf also achten, um nicht in die Above the Fold und hidden content Falle zu tabben

Above the Fold ist alles was man ohne Scrollen sieht
Above the Fold ist alles was man ohne Scrollen sieht -egal wie hoch oder breit der Bildschirm ist
  1. Fallback Lösung, wenn das ganze nur bei aktiviertem JavaScripts funktioniert, ist dies ein Schaden.
  2. Niemals den ganzen Inhalt in so Tabs verstecken. Zumindest muss der Suchende das wonach er suchte auch ohne auf ein Tab klicken zu müssen, finden können.
  3. Sparsamst einsetzen. Login//Logout Formen, wenn sie benutzergerecht gestaltet sind. Bestellvorgänge etc. Aber keine Produktbeschreibungen. Es ist geschickter Inhalte so aufzubereiten, dass der Kaufwillige voller Freude weiterliest und dabei gar nicht merkt, dass er scrollt.

    meine persönliche Sicht zum Thema Hidden Content Above the Fold

    Es freut mich!
    Es ist für mich eine absolute Bestätigung meines persönlichen Credos:

    Webseiten für alle Menschen und für Maschinen zu erstellen ist niemals ein Gegensatz.

    eine strahlende Sonne, weil ich mich freue

    Es ist Webstandard, jQuery Scripts niemals ohne Fallback einzusetzen.
    Es ist Webstandard, dass Inhalt für alle zugänglich sein sollen.
    Es ist Webstandard, dass die Leut auf einer Seite finden sollen und nicht suchen müssen.

    Und somit klau ich mir einen Titel von Stefan David, der im 9. Türchen des Webkrauts Kalenders sagt:

    SEO versus Usability: Gemeinsam klappt es besser.Stefan

    Nur wenn SEOs und WebDesigner //Webentwickler zusammenarbeiten entstehen Webseiten mit hoher User experience, die wie nebenbei den Erfolg ermöglichen.

    meine Quellen und Fundstücke zum Thema

    Die offizielle INFO Seite von Google:What counts as a high-quality site Der Autor Amit Singhal dieses Artikels hat auch maßgeblich bei der Implementierung des Panda Updates mitgearbeitet.
    Dan Petrovic, ein australischer Kollege, der über das Hangout mit John Müller berichtete.
    Und Viktor, der bereits vor geraumer Zeit auf die Problematik der Tabs und Google aufmerksam machte.

    mts

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2 Kommentare zu “Tabb nicht in die Above the Fold Hidden Content Falle

  1. Tom

    Anhand deines Beitrages denke ich laut darüber nach, wo die Pflicht eines Programmiers und/oder Webdesigners aufhört den Kunden zu beraten.

    Sollte ein Webdesigner neben der Selbstverpflichtung (wie bei dir), auch eine Verpflichtung durch eine Standardklausel im Vertragswerk erhalten die eine Programmierung nach Google Richtlinien vorsieht ?

    Bisher fand ich diese Tabs als ganz schicke Bereicherung, die allerdings eher selten zum Einsatz kam. Nach dem Lesen des Artikels stehe ich dem Ganzen eher zurückhaltend gegenüber.

    Tom

  2. mts

    grüß Dich Tom
    hmm das ist schwer zu sagen. Ich denke mir, dass ich viel weiß in Bezug auf das Wollen dieser SUMA, ich weiß aber, dass das was ich weiß Morgen uralt sein kann. Google ändert seine Richtlinien von heut auf morgen. Wenn ich etwas weiß mag ich damit zumindest keinen Schaden anrichten.
    Es gibt die Möglichkeit auch Tabs so zu machen, dass sie kaum schaden. Vertraglich verpflichten tät ich mich aber wehren, weil es Morgen eben anders sein kann. Und das was heute gut ist, morgen schlecht.
    Für die Launen eines börsennotierten Unternehmens mag ich nicht den Kopf hinhalten müssen.