Warten auf Godot heißt es für Automobile.de

nicht im Google Index
Am 8.02.06 gegen 13.47 noch nicht wieder im Google Index.

Samuel Becketts Godot kam mir heute in den Sinn:

Estragon: Nichts zu machen.
Wladimir: Ich glaube es bald auch.

Mit diesen Worten beginnt das absurde Theaterstück „Warten auf Godot“.

Am 12. Jänner 2006 wurde Automobile.de aus genau denselben Gründen wie BMW und Ricoh aus dem Google Index gelöscht und die Betreiber reagierten genauso wie auch BMW und Ricoh: automobile.de Google Stellungnahme – oder doch nicht ganz?

Bis zum Zeitpunkt dieses Artikels war deren Website noch nicht wieder im Google Index zu finden wie am Bild zu sehen ist.

Die Hauptfiguren des Stückes ergänzen sich gegenseitig und sind gleichzeitig voneinander abhängig. Wladimir ist der Nüchterne, Sachliche, Estragon behauptet von sich, ein Dichter zu sein, er ist launisch und träumt vor sich hin. Wladimir erinnert sich an Vergangenes, Estragon hat die Tendenz alles sehr schnell wieder zu vergessen. Vor allem Wladimir hofft, dass Godot kommen wird, Godots Erscheinen die Situation grundlegend ändert, währenddem Estragon bis zum Schluss skeptisch ist und sogar mehrmals den Namen „Godot“ vergisst.Warten auf Godot in einer Zusammenfassung

Ich bin erstaunt, dass Finanznachrichten dies erst jetzt erfuhr oder als Nachricht bringt. Es freut mich allerdings, dass in direkter Wohnnachbarschaft in Salzburg offenbar sogenannte „white SEO’s“ [Suchmaschinenoptimierer, die mit legalen Mitteln arbeiten] gibt. Man könnte sich doch mal auf einen Kaffee in Salzburg treffen zum Gedankenaustausch unter Kollegen.

Offen bleiben für mich weiterhin viele Fragen:

  1. Wieso sind die einen wieder drin die anderen nicht?
  2. Was will Google mit dieser Strategie WebDesignern/ SEOs mitteilen?
  3. Wer ist der nächste mit dem ein Exempel statuiert wird?

Vieles irritiert derzeit, ich muss mir die Haltung Estragons angewöhnen: „Das tun wir , um uns vom Denken abzulenken.“

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mts

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5 Kommentare zu “Warten auf Godot heißt es für Automobile.de

  1. Jeanot Bruchmann

    Es ist schon komisch, wie Google hier mit zweierlei Mass misst.

    Vielleicht fährt demnächst der Googlevorstand mit 5er BMWs sponsered by BMW durch die Gegend?! Alles im Bereich des Möglichen.

  2. mts

    Hi Jeanot
    ja diese Vorgehensweise läßt Raum für jede Menge Spekulationen.

    wieso wussten die einen sofort was nicht passt, die anderen bis dato immer noch nicht?
    wieso sind Cloaking Seiten „unerlaubter Wettbewerbsvorteil“ dieses Vorgehen jedoch nicht?

    Mein Schalk meint:
    wer freiwillig mit den von Dir genannten Autos fährt, dem ist doch wirklich alles zuzutrauen ;);)

    andrerseits sagt der Volksmund:
    „einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“

    lg

  3. Mario

    Naja ist doch eigentlich klar, wenn man bmw.de in den Google Suchschlitz einwirft und nicht bmw.de findet kann das auch für Google peinlich werden, was bei automobile.de wohl schon ganz anders aussieht.

  4. otto

    Bei der Suche nach BMW darf der Hersteller BMW natürlich nicht fehlen. Sonst wäre am Ende der Nutzer der gestrafte.
    Es ist aber schon erschreckend wie abhängig eine Webseite von Google ist… mal schauen wie das mal noch wird.