Web 2.0 bei Yahoo und Kunstverständnis bei Google
Die einen verkraulen Benutzer mit dem Hinweise, doch einen neuen Browser herunterzuladen, die anderen demonstrieren Zeitgeist der eher Stillosigkeit genannt werden kann.
An den Geburtstag von Edvard Munch zu erinnern ist eine ehrenvolle Sache. Ob man die Werke des Edvard Munch mag oder nicht mag ist ja eine andere Sache. Als modernes Unternehmen macht die Suchmaschine Google auf solche und ähnliche Ereignisse aufmerksam. Der Stil ist diskutierbar.
Ich persönlich erachte es als Affront gegenüber einen Künstler, diesen einerseits zu ehren und andererseits sein Werk zu demolieren.
Wieso betrachte ich das heutige Logo von Google als Demontage von der Schrei (1893 entstanden)
Lebensfries ist eine aus 22 Teilen bestehende Bilderfolge in der es um die “Keimen der Liebe”, “Blühen und Vergehen der Liebe”, “Lebensangst” und “Tod” geht. Der Schrei ist ein Bild aus der Lebensfries und das Bild mit Öl auf Karton gemalt lebt durch die Farben in Verbindung mit dem markanten Kopf. Die tiefe Einsamkeit und das Erkennen derselben, obwohl nicht alleine, der Aufbau des Bildes, der Kontrast des gelbgrünlichen, grünlichgelben nackten Kopfes zum “Himmel”, der in warmen rot-gelb Tönen sich zeigt und so “das Andere” präsentiert ergeben u.a.die Dynamik wie sie eben nur ein Impressionist darzustellen vermag.
Es ist nicht die Tatsache, dass in dieses Bild Google geschrieben wurde, dies ist noch verschmerzbar. Doch das Blau in dem heutigen Logo zerstört das Bild. Ich behaupte wer auf die Idee kam in dieses Bild dieses Blau zu geben hätte auch gleich sagen können: Wer war Munch? Was ist Impresssionismus?
Man mag mich steinigen, aber wenn ein Großkonzern dieser Art sowenig an Kunstverstand aufweist tut es weh und “Pisa” läßt grüßen. Und wenn ein Großkonzern unfähig ist sich diesbezüglich beraten zu lassen, ist es auch kein Renomee.
Aber nicht nur die eine Suchmaschine greift tief in die Fettnäpfchen unserer Tage. Yahoo kann es mindestens genauso gut.
Yahoo hat Web 2.0 entdeckt. Zumindest wollte es dies tun. Mit hinweisen, dass man erst eine Software herunterladen oder eine vorhandene erneuern sollte, hat man schon vor einigen Jahren Benutzer mehr als verkrault. Web 2.0 auf die Fahnen zu heften ist eine Sache, es auch zu leben eine andere.








