WEB 2.0 – Ideale contra Euronen – Generationenkonflikt
Das Phänomen Web 2.0 und der Zeitgeist. Web 2.0 erfunden von der Computergeneration, genutzt von den Eltern. Idealismus contra Kapitalismus oder die Revolution frisst ihre Kinder.
Web 2.0 ist ein Phänomen, ein Kunstwort. Nichts desto trotz ist es real, hat es Auswirkungen. Plakativ formuliert die erste Generation, die mit dem Computer aufgewachsen ist, nutzt es, erfindet es, gestaltet es. Deren Eltern haben das Kapital, genau dieses zu Geld zu machen.
Bewusst habe ich einige Artikel aus der jüngsten Vergangenheit gesammelt, um meine Gedanken nachvollziehbar zu machen.
Mister Wong:
Du schreibst in deinem Netzwelt Artikel “Die Zeit der Kopfgeldjägerâ€? gar garstig. What happens bei “Deutschlands führendem Online-Mediumâ€?, dass Du Dich nun zum generellen Beleidigungs-Schlag gegen alle Blogger und Nutzer anderer Web 2.0-Angebote entscheidest?
Spiegel Online:
Der Kampf der Profis, die Geld verdienen wollen, um die besten Köpfe hat jedoch bereits begonnen. Das Netz der zweiten Generation verliert seine Unschuld.
Mediengestalter-Weblog.de am 3.August 2006
Mr. Wong schrieb damals:
Eigentlich weißt Du doch, dass das Web 2.0 einen Paradigmenwechsel in der Internet-Nutzung darstellt und zur Unterhaltung aber auch professionell von immer mehr Menschen genutzt wird. Ein kurzer Blick in die Deutschen Blog Charts zeigt bereits die große Vielfalt und hohe Qualität der Blogs in Deutschland.
Wo ist der Paradigmenwechsel im Web 2.0? Die ersten Blogs der deutschen Blog Charts mag Qualität zeigen, aber es sind definitiv Blogs darunter, die Linkvermietung betreiben und /oder massive Werbung auf den Blogs haben. Dies macht man nicht mehr , um nur seinen Hobby zu frönen, sondern es wird Geschäft gemacht.
Paradigmenwechsel in der Nutzung des Internets?
Wo? Das Internet wird genutzt, um sich INFO zu holen, einzukaufen, um sich selbst darzustellen, um zu unterhalten und um Geschäfte zu machen. Dies war in den Anfangstagen des Internets nicht anders. Die Möglichkeiten dazu waren anders.
Damals – ab 1993 – musste man viel Geld investieren, um ins Internet zu kommen. Die ersten PCs waren ja nicht gerade billig, – 1Ram zum Aufrüsten knappe 70 Euro nach heutigem Geld, bloß waren 70 Euro damals wesentlich mehr Wert als heute.
Mr. Wong ist gut, ich nutze gerne den Dienst, genauso wie andere social Dienste, doch social bedeutet in meinen Augen nicht Paradigmenwechsel, sondern zwischenmenschliche Kommunikation wandert vom Kaffeehaus ins Internet.
Den geschäftlichen Paradigmenwechsel habe ich am 3.1. 2007 erlebt::zwinker:
3. Jänner 2007 meldet Spiegel Online, sinngemäß wiederholt:
Die Holzbrick Gruppe so wird kolportiert hat StudiVZ um vermutete 100 Millionen Euro gekauft. Pro Userprofil wären das 100 Euro.
Mr. Wong ich wünsch Dir ganz ehrlich auch so ein Angebot, bloß erzähl mir nichts von Paradigmenwechsel. Die Revolution hat immer ihre Kinder gefressen, daran wird auch das Phänomen Web 2.0 nicht so schnell was ändern. Würde meine Tochter, die ihre ersten Bilder auf 51/4 Zoll Disketten gespeichert hat einen social Dienst ins Leben rufen, würde ich ihr beibringen, wie man diesen dann so gut verkauft. Ideale hin oder her. Vom Wohlwollen einer Blogosphäre überlebt man nicht im Jahre 2007.
Der Artikel, der damals Aufsehen erregte: Zeit der Kopfgeldjäger, die Zusammenfassung des Artikels oben ist gut, mit dem Rest des Artikels mag ich mich nicht solidarisieren!








