wenn WebDesigner Abschied nehmen

Design Baby
 WebDesign WP Theme Baby für Eren Kozik
d. Screenshot ist sehr groß!

Ein Design für das große Thema „Baby“ sollte es sein, meinte Eren. Dreispaltig, lieblich und dennoch schlicht. Und wie immer, wenn Eren bei mir anfragt mag er das fertige Design am besten gestern haben. :zwinker: . Also machte ich mich bei Fotalia auf die Suche nach einem süßen Baby, nachdem das Design in meinem Kopf Gestalt angenommen hatte.

Der Rest war normale geschäftliche Tätigkeit. Eren hat das Design abgenommen, es gefiel und ich packte es gut in eine .zip Datei und es begann seine Reise auf eine neue Domain.

Design Baby Details
 WebDesign WP Theme Baby für Eren Kozik

Ich habe keine Ahnung wie oft ich dies schon so machte. Doch diesmal war es anders. Irgendwas war und ist, was mir dieses Design nicht aus den Kopf gehen läßt. Das süße Babygesicht? Der Footer Bereich mit dem Fallschirm? Die Farben? Oder vielleicht ganz was anders.

Es ist mir nicht egal, dass dieses Werk von mir weg ist. Keine Ahnung was ich damit tät, doch es ist nicht mehr nur *meines*. So frag ich mich, ob es anderen auch so geht. So hie und da geht einem die eigene Arbeit nicht aus dem Kopf und man ist irgendwie mit ihr verbunden.

Kennst Du auch diese – Trauer des WebDesigners – wie ich dies nenne? Eindeutig nicht nur das befriedigende Gefühl, wenn etwas fertig ist, sondern das darüber hinausgehende *mehr* – was auch immer dies sein mag.

mts

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16 Kommentare zu “wenn WebDesigner Abschied nehmen

  1. Peter

    Ich denke, wenn man sich sehr lange mit einem Projekt beschäfftigt, dann ist es schon etwas komisch. Aber bei kleineren Projekten fällt mir das doch sehr leicht, Abschied zu nehmen. Denn das ist dann ja auch das Ende des Projektes und der Anfang eines Neuen.

    Gruß Peter

  2. Etienne

    Ehrlich gesagt kenne ich das ein bisschen, allerdings ist es bei mir oft weniger die emotionale Verbindung zu einer Webseite als die Angst, jemand anderes könnte in meinem schönen validen Code oder keywordoptimierten Textstruktur rumpfuschen. Letztendlich macht das so gut wie keiner, wer die SEO-Erfolge sieht, gewinnt Vertrauen und hört auf mich. Aber die Angst ist immer da, dass jemand gerade bei den günstigen Projekten schlicht durch Unwissenheit eine gut-onpage-optimierte Seite zerstückelt.

  3. Frau Doktor

    Also das Baby-Design ist aber auch sehr schön geworden und klar diesmal machts bestimmt auch das Thema. Ich bin aber auch meistens stolz, wenn ich es so hinbekommen habe, das der Kunde es abnimmt und auch ich zufrieden damit bin. Wenn irgend möglich, versuche ich mich mit dem Projekt und Thema zu identifizieren, das macht dann den „Abschiedsschmerz“ aus 🙂

  4. Simon

    Das kenne ich jetzt garnicht, schließlich ist das Design ja noch im Netz und man kann immer mal wieder vorbeischauen und sich drüber freuen und ein bisschen stolz auf sich selbst sein 🙂

  5. Tom

    Kenne ich von einem befreundeten Designer. Der hat jedesmal Angst dass der Kunde sein Design nachträglich verschandelt und seine Name als Designer auftaucht und Leute denken können er hätte das von vornherein so schlecht designt 🙂

  6. Paul

    Als Entwickler ist man auf einer modernen Art und Weise Künstler. Man(n) erschafft Kunstwerke und selbstverständlich ist die Trennung davon nicht so einfach.

  7. Huber

    Denke das ist doch egal .. wichtig ist ob das Kunstwerk dann auch im Netz steht .. dann kann es doch jeder .. und auch der Designer selbst wieder anschauen. Und das gute immer und überall auf der Welt.

  8. Stephan

    Es ist das Baby, die Farben und das ganze durm herum denke ich mal 😉

  9. tj

    das ist etwas das mich auch schon lange beschaeftigt. ich konnte es nur noch nicht in worte fassen.

    das eine seite online geht ist immer wie eine geburt und wenn ich ein projekt dann lebendig im netz sehe freue ich mich immer wieder.

    was mich traurig macht ist wenn dann nach geraumer zeit ein refresh erfolgt und das layout stirbt. es ist ja nicht nur das layout, dass dann das zeitliche segnet, sondern auch bestimmte unwiederbrinliche kombinationen von stylen, farben und formen die man dann nicht einfach wiederholen kann (sollte).

  10. Alexander

    Eigentlich geht mir das nur so wenn ein Design mehr Arbeit gemacht hat als ich dafür bekomme. Manchmal ist es aber auch so das ich der Meinung bin, der Kunde es nicht richtig zu würdigen weiss. Wenn man dann ein paar Wochen später mal drauf schaut und sieht was der Kunde damit angestellt hat, schlägt man die Hände über den Kopf zu sammen 😉

    Andersrum sind Kunden manchmal schon mit einer Rohfassung sehr zufrieden obwohl man noch diese oder jene Ideen hat, die meisten wollen ihr Template/Design immer sehr sehr schnell, wie Du schon geschrieben hast, am liebsten gestern.

  11. Matthias Hühr

    Ich schätze mal wenn die Seite etwas für dich etwas besonderes ist, dann wird es dir zu recht schwerer fallen. Es gibt aber genug Designer, die verkaufen ihren Kunden doch sehr ähnliche Entwürfe, in dem Fall wohl eher nicht.

  12. Christian

    Jo, ich kann Dich schon verstehen. Da ich kein ausgebildeter Webdesigner bin, benötige ich durch „Try & Error“ immer sehr lange für ein in meinen Augen perfektes Design. Ich verliebe mich dann in der Zeit meistens in meine Arbeit und dann fällt mir die Trennung oft schon schwer. Auch wenn es, wie oben schon ein paar mal erwähnt, gar keine richtige Trennung ist, weil die Website ja noch weiterhin im Netzt zu sehen ist. Und das Rummurksen an meinen Texten ist für mich als ausgebildeter Werbetexter besonders schlimm, weil ich mir bei jedem Wort Gedanken mache was am besten funktioniert und warum ich was wohin schreibe…. Aber der Kunde zahlt ja dafür…

  13. Dietmar

    Klingt ein wenig wie Webdesign-Schwangerschaft. Also: Ich bin nie traurig, wenn ein Webseitenbaby das Licht der Welt erblickt, kann ich es doch als Mit-Vater immer besuchen und sehen, wie es in den SuMa-Rankings groß wird.

    Aber: Interessanter Aspekt!

  14. Frank

    Es ist in allen Berufen das Gleiche. Der Schreiner der seinen perfekten Schrank an den Kunden übergibt, der Maler der sein Bild verkauft. Das ist der Lauf der Dinge aber das Beste beim Web-Design ist doch jeder kann sie im www finden und sehen.

  15. Tobias

    kenne das nur zu gut. Mein Hauptproblem ist dabei aber eher, daß ich schon vor Abschluss des Projektes oft mehr mache, al sich eigentlich sollte. Jedes Projekt, ist „mein Baby“ und ob man dafür bezahlt wird das eine oder andere „perfekt“ zu machen, spiel dann auch keine Rolle mehr.
    Letzt ist eines „meiner“ Portale offline gegangen, weil sich die Betreiber verstritten hatten – da blutet einem wirklich das Herz…

    Aber so lange alles läuft und die Seite wächst und gedeiht (und der Betreiber etwas Ahnung von Marketing hat) schaue ich den Seiten nicht wehmütig hinterher, sondern freue mich, für die Kleinen ein schöne szu Hause gefunden zu haben!