welcher SEO darfs denn sein

der richtige SEO bringt Erfolg
der richtige SEO bringt Erfolg

SEO ist ein Teil der Werbemaßnahmen für ein Unternehmen das im WWW erfolgreich sein mag. Die Aufgaben eines SEO haben sich in den letzten Jahren drastisch gewandelt. Spätestens seit dem ersten Panda Update reicht es nicht mehr ein paar Überschriften zu lesen. Halbwissen kostet Geld und Kunden. Sehr viele SEO Tools und SEO Plugins//Zusatzmodule erwecken den Eindruck, die Verwendung derselben sei bereits „SEO“.

Ich werde immer öfter mit der Frage konfrontiert, ob man nach der Aktivierung des wpSEO Plugins von Sergej Müller noch irgendwas machen muss.

Ich nehme solche Fragen sehr ernst, zeigen sie doch auf, dass das Wort „SEO“ bekannt wurde. Die Tragweite von SEO aber in vielen Köpfen der Unternehmer noch nicht angekommen ist.

SEO ist eine Marketing Investition.

Wer eine Investition ohne Diagnose und nachfolgender Strategie tätigt handelt gegen jedes unternehmerisches Denken. Die falsche oder fehlende Diagnose kann tausende von Euros und Kunden kosten und daher sollte sie das Kernstück jeder Werbemaßnahme sein. Diese SEO Diagnose einzufordern ist Chefsache.

Eine profunde Diagnose kostet Zeit und Können. „Sag mir mal schnell woran es hakt“, ist als ob man dem Hausarzt beim Stammtisch fragt, ob er einem schnell sagen kann, ob man Diabetes erkrankt sei.

Welcher SEO darfs denn sein, zeigt die Kernbereiche der Suchmaschinenoptimierung auf und hilft so das große Spektrum an SEO Maßnahmen eher zu verstehen und für sich gezielt zu nutzen.

der Diagnostiker

Diagnose ist der erste Schritt. Panda, Pinguin, Venice, Links, Linktexte, Content Strategie - wo fehlt es
Diagnose ist der erste Schritt. Panda, Pinguin, Venice, Links, Linktexte, Content Strategie – wo fehlt es

Gefragt ist hier profundes Wissen. Total verkürzte Stichworte zu den einzelnen Punkten.
a) Die derzeit wichtigen Google Updates

Panda Update
Webseiten werden thematisch in Cluster eingeteilt und innerhalb dieser stellt sich die Frage, ob einzigartige Inhalte den User dazu verführen sich lange auf der Seite aufzuhalten. Außerdem ist es wichtig, dass der User nicht mehr dieselbe Suchanfrage via Google startet. (Bouncerate). Bereits wenige inhaltsschwache Unterseiten können einer Domain schaden. Guter Content ist keine Frage des Inhalts sondern der User Experience. Ebenfalls wichtig ist der Blick auf alles was „above the fold“ sich zeigt. Content Strategie und die Struktur der Website wird wichtigst. WDF*IDF [Donna Harman]ebenfalls ein gutes Stichwort.
Pinguin Update
Der Ankertext ist es und die Qualität der Backlinks. Es geht um Backlinks und um sonst nichts.
Venice
Der „Standort des Suchenden“, das verwendete Gerät bei der Googlesuche und die Relevanz der Seite zu diesem Standort entscheiden mit über das Ranking. Der User sieht Suchergebnisse, die sich nach seinem Standort und seinem Gerät richten. Allgemeingültige Aussagen über „das“ Ranking sind kaum mehr möglich.
EMD Update, die Exact Match Domain die Keywort Domain
Wird die Keywort Domain korrekt verwendet. Bietet sie was ihr Name verspricht.

b) Gibt es ein Penalty oder ist der Algorithmus.
Ein Penalty ist eine „händische“ Herunterstufung der Website. Seit neuestem gibt es dazu eine Nachricht über die Webmastertools.
Es kann ein Bad Link Penalty genauso sein wie ein Penalty wegen gekaufter Links oder anderer Spammaßnahmen. Aus einem Penalty kommt man nur mit einem „reinclusion request“.

c) Kann der Googlebot alles lesen
Angefangen vom html bishin zu diversen Scripten, den Einträgen in die hoffentlich vorhandene robots.txt und in der htaccess. Die korrekte Verwendung der meta tags bishin zu title und description sind hier die Themen. Verstecken sie zuviel an Inhalten, zb in jQuery Tabs … .

der Statistiker

Statistiken muss man lesen können.
Statistiken muss man lesen können.

SEO Tools gibt es aktuell vermutlich mehr als selbst dem größten Statistiker lieb sein kann. Sie alle liefern wunderbare Statistiken. Herrlich bunte Kuchen, die in keinem SEO Reporting fehlen dürfen.

Kennt ein SEO jedoch nicht den Unterschied zwischen Korrelation [Zusammenhang] und Kausalität [Ursache und Wirkung] ist der kritische Punkt erreicht.

Beispiel wo sich Korrelation und Kausalität beißt:

A)
90% aller SEOs haben keinen Erfolg bei Google.
100% dieser erfolglosen SEOs haben einen Internetanschluss.
Ein Internetanschluss verhindert den Erfolg bei Google.
B)
Das PandaUpdate bestraft schlechten Content.
70% aller vom Panda betroffenen Seiten nutzen WordPress als CMS.
WordPress liefert schlechten Content.
C)
Online Zeitungen haben tausende von Besuchern täglich.
90% der online Zeitungen nutzen ein MagazinLayout.
Mit einem MagazinLayout haben auch sie tausende von Besuchern täglich.

Sehr viele SEO Agenturen versenden wöchentliche oder tägliche SEO Reportings. Wenn diesen Report niemand liest oder mit den Ergebnissen arbeitet ist das nett, aber absolut sinnlos. SEO Reportings für die Akten helfen niemanden weiter. Entscheiden sie was sie wirklich wissen wollen und vor allem was ihnen dieses Wissen nützt.

Tools die Hilfe zu WDF*IDF [Donna Harman] bieten sind ebenfalls modern. Haben sie jedoch kaum bis gar keine Ahnung von Textstatistik oder Semantik sind deren Daten Output für sie nutzlos.

der BilderChef

Bilder SEO Zukunft, Chancen oder...
Bilder SEO Zukunft, Chancen oder…

Gezielte Namensgebung der Bilddateien, alt-Attribute nutzen, Größe der Bilder und Performance der Webseite. Texte rund um das Bild bishin zur technischen Bewertung der verwendeten Galerie oder des Sliders sind die Spezialaufgaben des Bilder SEO, neben dem Wissen um die sich stets ändernden Rankingfaktoren bei Bildern in der Googlesuche.

Seit der neuen Bildersuche in etlichen Ländern rund um Deutschland wird auch das Wissen um Umleitungen in der htaccess sehr wichtig.

Bilder in Social Medien zu präsentieren ist eine rechlich schwierige Angelegenheit, der Bilder SEO sollte sie zumindest auf juridische Beratungsmöglichkeiten hinweisen.

Videos YouTube &Co

Videos sind ein Magnet, die richtigen Pole findet der Video SEO
Videos sind ein Magnet, die richtigen Pole findet der Video SEO

Vor -und Nachteile ein Video selbst zu hosten oder eine /mehrere der Video Plattformen zu nutzen.
Branding, Tracking, technische Möglichkeiten und die Tatsache, dass etliche große Firmen VideoPlattformen im Intranet sperren sind nur einige der überlegenswerte Punkte.

Genauso muss ein SEO, der sich auf Videos spezialisierte um die RankingFaktoren derselben wissen. Und wie man diese auf den diversen VideoPlattformen für sich nutzen kann.

der LokalePlatzhirsch

Lokale Suche ein stets wachsender Markt mit eigenen Regeln
Lokale Suche ein stets wachsender Markt mit eigenen Regeln

Immer wenn Keywort+Stadt für sie relevant ist, dann brauchen sie einen SEO, der sich der lokalen Suche verschrieben hat. Sollte ihre Firma eine Standortänderung vornehmen, dann empfehl ich dringend vorher einen lokalen SEO zu konsultieren, damit sie keine Rankings verlieren.

Wie trägt man seinen Domain richtig bei Google Places ein? Wie nutzt man Microformate [Stichwort Sterne] für eine bessere Platzierung? Ist ihr Standort auch in Google Maps zu finden? Kundenmeinungen und ihr Ranking in der lokalen Suche. Wie verbessern sie ihr Ranking nachhaltig innerhalb der lokalen Suche. usw… .

der Linkbuilder

Links und bringt sie auf natürlichem Wege an ihren Zielort
Der Linkbuilder findet Links und bringt sie auf natürlichem Wege an ihren Zielort

Bis vor knapp 3 Jahren waren natürliche Links wirklich noch möglich. Heute gilt Linkgeiz allüberall und wer fest daran glaubt, dass guter Inhalt alleine ausreicht, um genügend Backlinks zu bekommen, möge daran glauben.

Für alle anderen empfehle ich sich an einen Linkbuilder zu wenden.

  • Welche Backlinks von wo und in welcher Qualität?
  • Welche Backlinks in welcher Häufigkeit und wenn wielange und mit welchem Ankertext.
  • Gibt das Budget vielleicht sogar einen guten Linkbait her?
  • Brauchen sie Links zum Branden der eigenen Marke oder für Googles Suche?

Als Faustregel gilt: Qualität schlagt Quantität auf Dauer.

der Content-Manager

ohne Content Manager wird der gute Content eventuell verschleudert
ohne Content Manager wird der gute Content eventuell verschleudert

Der Content Manager ist keine Software, sondern ein Mensch der Inhalte und deren Strukturierung liebt.
Haben sie ein Forum, ein großes Magazin dann wird er für sie immer wichtiger.
Guten Content mag der Panda besonders gern, daher stellt sich die Frage wie sie ihre Inhalte aufbereiten. Wie sie geplante Inhalte auch der Suchmaschinenoptimierung unterordnen ohne deren Relevanz zu schmälern.

Ob der Content Manager als SEO WDF*IDF [Donna Harman] nutzt ist eine strategische Entscheidung. Prinzipiell sollt er es verstehen und damit spielen können. Zumindest eine Beratung welche Texter sie engagieren wäre eine Überlegung wert.

Wie verführen sie mit Snippets bei Google, welche Titel holt auch den letzten skeptischen Kunden hervor und wie präsentieren sie indivuelle Produktbeschreibungen in ihrem Shop.

der technische SEO

von H1 bis mod_rewrite und htaccess, er beherrscht es einfach
von H1 bis mod_rewrite und htaccess, er beherrscht es einfach

Zu all dem gehört auch Technik. Der SEO muss kein Programmierer sein, obwohl dies die Arbeit erleichtert, doch zumindest muss er wissen was technisch umgesetzt gehört. Wie erstellt man titles, meta description in diversen CMS und ShopSoftwaren. Die htaccess muss ihm vertraut sein genauso wie die robots.txt und außerdem sollt er sie beraten können welche html Tags sie zur Textgestaltung nutzen können. Welche Scripte bei Google schaden muss er sehen und wie sie es ändern können.

Als Teamplayer ist es hilfreich, wenn er hier mit ihrem WebDesigner zusammenarbeitet.

der Stratege

der SEo als Stratege, weiß welche Maßnahme, wann wo wie und vor allem auch wie nicht.
der SEO als Stratege, weiß welche Maßnahme, wann wo wie und vor allem auch wie nicht.

Jeder SEO ist auch immer ein Stratege. Welche Maßnahme wann, wo, wie und vor allem wozu. Alles Wissen ist sinnlos, wenn es nicht geordnet einer Zielerreichung dient. Je klarer die Strategie desto eher sind Krisen bewältigbar, denn niemand weiß was Google morgen vorhat.
Über die Strategie an sich entscheidet im Normalfall jedoch nicht der SEO, es ist Chefsache. Der SEO schlägt die Strategie vor und hat sie im besten Fall über Für und Wider aufgeklärt. Sie überlassen hoffentlich auch nicht dem Einkäufer strategische Geschäfsentscheidungen, genauso wenig sollten sie es bei SEO tun.

der krisensichere Partner

SEO, der krisensichere Partner
SEO, der krisensichere Partner

Ein SEO weiß, dass alles was er weiß morgen falsch sein kann. Krisen die daraus entstehen sind ihm/ihr vertraut. Zum krisensicheren Partner wird ein SEO allerdings erst dann, wenn er auch als solcher behandelt wird. Betrachten sie selbst SEO als austauschbare Dienstleistung wird auch jede SEO Agentur,jeder SEO ihr Projekt, ihre Firmenpräsenz als austauschbaren Kunden betrachten, der einem nur genausoviel wert ist wie Geld über den Tisch kommt.

Engagement kann man nicht kaufen, es ist immer eine Frage des persönlichen Umgangs untereinander. Schlussendlich ist es ihre Firma, die von dieser Dienstleistung profitiert. Möchten sie mehr vom Dienstleister, dann ist dies selten eine Frage des Geldes, sondern der Wertschätzung.

Schalten sie niemals ihren Hausverstand ab, auch dann nicht, wenn es um SEO geht.

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Marcus Pentzek bringt das Dilemma zwischen Full-Service wünschen der Kunden und der Unmöglichkeit von SEO Agenturen diese zu erfüllen. Oliver vom Fob-Marketing zeigt in seinem Kommentar klar auf, woran es dabei hakt. Gibt es die perfekte SEO Agentur

Andre Alpar bringt in seinem Artikel die unterschiedlichen Entwicklungen im Leben mancher SEOs. Und er stellt sich dabei u.a. Frage: „Will man die SEO Szene / Branche klassifizieren und in möglichst wenige, aber trennscharfe Gruppen unterteilen,… Das Panoptikum der SEO Szene


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5 Kommentare zu “welcher SEO darfs denn sein

  1. Andreas

    WDF*IDF ist keine Formel von Karl Kratz auch wenn sich diese Aussage hartnäckig durch alle SEO-Bereiche zieht. Korrekt wurde diese Formel schon für über 20 Jahren von Donna Harman entwickelt. K. Kratz hat diese sich nur zu eigen gemacht.

  2. Karl Kratz

    Moin … ich habe ich „keine Formel zu eigen gemacht“, wozu auch. Ich habe lediglich für die Community ein etwas komplexeres Thema aufgearbeitet und entsprechend kommuniziert.

    Wenn man in meinen Artikel ein wenig genauer liest, führe ich Sparck Jones ordnungsgemäß auf, welcher bereits 1972 sich mit dem Thema auseinandersetzte. Wer nur in Wikipedia nachschlägt, kommt eben bestimmten Dingen nicht auf den Grund. Donna Harmann kam erst viel später auf den Plan.

    Nochmal zur Aufklärung das Dokument: https://www.online-marketing.net/termgewichtung/

    Wünsche Dir wilde Zeiten,

    Karl

  3. Andreas

    Sehr geehrter Herr Kratz,

    warum so bissig? Nur weil ich keinen Beifall klatsche? Aber ich nehme den Spielball in dieser Form gerne auf. Informationswissenschaften 1. Semester Grundlagen für jeden Studenten. Karen Spärck Jones, entgegen Ihrer obigen Aussage eine Frau und kein Mann, hat den Begriff IDF im Jahre 1972 angebrach. Diese Aussage von Ihnen ist wiederum korrekt. Da wir hier in einem Blog sind und keine wissenschaftliche Abhandlung schreiben verkürze ich an dieser Stelle. Entgegen Ihrer Ausführung war es dann weiterhin und unumstößlich die Informationswissenschaftlerin Donna Harman, die Anfang der 90 Jahre die Formel WDF respektive PWDF entwickelt, welche dann ebenso von Donna Harman zu WDF * IDF bzw. WDF * P * IDF erweitert wurde. Entsprechende Fachliteratur findet sich in jeder hiesigen Bibliothek oder bei Interesse erhalten Sie entsprechendes Lehrmaterial sowie wissenschaftliche Abhandlungen bei den verschiedenen Universitäten um Ihre fehlerhaften Äußerungen zu korrigieren. Gerne kann ich Ihnen auch entsprechende Fachlektüre empfehlen. Wie Sie selber so treffend bemerkt haben, sollte sich vernünftiger Literatur gewidmet werden, wenn eine Einarbeitung in ein komplexes Thema erfolgt. Ich selbst zähle das Wiki auch nicht dazu. Denn nicht nur das zu eigen machen von Inhalten, Formeln und deren „Aufbereitung“, sondern auch die Kenntnisse und Nennung der korrekte Urheberschaft sowie deren Entwicklung sollte das Ziel eines jeden Autors sein. Ich wünsche Ihnen dabei für die Zukunft maximalen Erfolg.

  4. Karl Kratz

    Moin Andreas,

    mit Verlaub, im echten Leben werde ich nur bissig, wenn man mir mein Steak wegessen möchte.

    Einfach nochmal in einen Blick in die Aufarbeitungen werfen: Sparck Jones hat 1972 ein Papier zum IDF erstellt, bereits 1988 haben wir erste Dokumentationen seitens Salton and Buckley zur Termgewichtung über das Produkt aus WDF und IDF. Donna Harman kommt, wie bereits erwähnt, erst viel später auf den Plan.

    Und was Du da von „WDF * >P< * IDF" erzählst: Das taucht nun wirklich in keiner einzigen wissenschaftlichen Quelle auf. Aber dazu kann ich gerne beizeiten mal eine Anekdote erzählen … 😉

    So, jetzt noch kurz zu Deinem persönlichen Problem: Sobald Du aufhörst, Dich in Deiner (vermutlich erforderlichen) Anonymität zu verstecken, beschäftige ich mich auch gerne weiter mit Dir. Und keine Sorge: Ich bin nicht bissig.

    Gott zum Gruße,

    Karl