Wie bestelle ich eine barrierefreie Homepage

Sie wollen oder brauchen einen Internetauftritt und möchten diesen einfach für alle nutzbar haben.
Sie möchten einen barrierfreien und benutzerfreundlichen Internetauftritt, haben aber keine Ahnung wie sie diesen beim Webdesigner bestellen sollen.

Checkliste für die Bestellung eines barrierefreien, benutzerfreundlichen Internetauftritts.

Auch wenn Sie vielleicht nicht wissen was folgendeWorte bedeuten, der Webdesigner muss es wissen.
Weiß es der Webdesigner nicht, gehen Sie zu einem anderen, immerhin bezahlen Sie dafür.

Ist ihr Internetauftritt nicht barrierefrei und nicht benutzerfreundlich, verzichten Sie auf sehr viele Internetuser und demonstrieren, dass ihnen Menschen mit Behinderungen -welcher Art auch immer – egal sind!

  • Tabellenfreies Layout.
  • Einfache, übersichtliche Navigation, die auch ohne Java Script funktioniert.
  • Verwendung von StyleSheets für das Aussehen.
  • Vermeidung von Frames
  • Die Website muss auch ohne Bilder und ohne Farbe benutzbar und der Inhalt verstehbar sein.
  • Schrift muss vom Nutzer individuell skalierbar sein.
  • Soweit es irgend geht, Vermeidung von Flash.
  • Formulare müssen einen logischen Aufbau haben und auf Fehler bei der Eingabe hinweisen.
  • Gültiges XHTML.
  • Einhaltung der Zugänglichkeitsrichtlinien für Web-Inhalte 1.0

Wenn Sie ein Auto kaufen oder ein Küchengerät, gehen Sie auch nicht zum erstbesten Händler. Sie erkundigen sich, sortieren Angebote und kaufen beim Bestbieter.
Eine Website ist ein Produkt wie andere Produkte auch.

mts

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9 Kommentare zu “Wie bestelle ich eine barrierefreie Homepage

  1. Markus Pirchner

    „Tabellenfreies Layout“ – könnte missverstanden werden, denn ohne Tabellen wäre die Darstellung tabellarischer Daten nicht möglich (und nach Design- und Usability-Gesichtspunkten auch nicht korrekt).

  2. mts

    Hallo Markus
    für die Darstellung tabellarischer Daten sind Tabellen – wie Du richtig erwähnst- nötig, logisch, sinnvoll.
    Doch die Darstellung von Daten betrifft nicht das Layout einer Website als Ganzes.

    Ich gehe davon aus, dass ein Webdesigner dies dann erklärt, aber gleichzeitig versteht, dass er nicht zum Erstbesten Editor greifen kann, schnell drei Tabellen ineinander verschachtelt und dies dann als benutzerfreundliche und barrierefreie Website verkaufen kann.;-)

    lG

  3. Heiko

    Klasse Artikel! Leider halten sich viel zu wenige „WebDesigner / WebDeveloper“ an die Umsetzung barrierefreier Auftritte. Gott oder der Blogs einiger Initiatoren sei Dank, ändert sich die Wahrnehmung in dieser Hinsicht ein wenig. Danke für deinen konstruktiven Kommentar füür meinen Beitrag: Webstandards? Barrierefreiheit? – Wir lesen uns ;o)

  4. Christof

    Hi Monika.

    Guter Artikel. Wäre schön, wenn sich „alle“ dran halten würden 😉

    Vielleicht noch eine Bemerkung (hab mich selbst auch vor ein paar Monaten intensiv mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigt): „Einfache, übersichtliche Navigation, die auch ohne Java Script funktioniert.“ => Für Barrierefreiheit sollte auf der gesamten Webseite auf Javascript verzichtet werden. Nicht nur in der Navigation.
    Übrigens, hier kannst Du die Seite auf Barrierefreiheit prüfen: http://webxact.watchfire.com/ und hier mit einem Textbrowser ansehen: http://www.delorie.com/web/lynxview.html

    LG

  5. chio

    Ich halte es für _etwas_ übertrieben, auf JS ganz verzichten – es reicht, wenn JS nicht nötig ist, um auf der Site voranzukommen. Es wird so getan, also ob die 2%, die JS ausgeschaltet haben deckungsgleich wären mit den 2% „Behinderten“ – was natürlich Unsinn ist.

    Was mich immer etwas stört an dieser Diskussion: Es wird der Begriff „Barrierefrei“ in einem rein technisch überprüfbaren Sinn gesehen – und auch oft so umgesetzt; irgendein Programm drüberschauen lassen und feddich.. Auf eine leicht verständliche Benutzerführung oder Sprache (zB) wird gerne mal vergessen. Lasst lieber mal eure Großeltern über die Site drüberschauen 😉

  6. mts

    Hallo chio

    ich habe da oben nichts von JS stehen, soweit ich sehe, für die offiziellen Richtlinien kann ich nicht verantwortlich zeichnen;)

    meine Großmutter oder Oma genannt tät sich mit den heutigen „denglischen“ Ausdrücken schwer. Franzözisch beherrschte sie wesentlich besser, weil dies zu ihrer Zeit die „moderne“ Sprache war.

    Meine Mutter ist auch online, die war auf so einer „Silver Surfer“ gerechten Websites, also auf so einer wie sich die Jugend das vorstellt. Die war völlig entsetzt, dass da Schalter statt Button steht.
    Ein Schalter schaltet ein oder aus, aber sendet nicht, sagte sie mir und bat mich, ob ich dies denen nicht klar machen könnte…..

    welche Oma Generation meinst Du?

    lg

  7. chio

    Servus Monika!
    Mit JS bezog ich mich auf den Vor-Poster „Christof“: „Für Barrierefreiheit sollte auf der gesamten Webseite auf Javascript verzichtet werden.“ Derartige Aussagen sind kein guter Dienst an der Sache, das führt dazu, dass „Barrierefrei“ mit „Langweilig“ oder „Fauler Kompromiss“ gleichgesetzt wird. Das muss aber nicht sein.
    Deine Seiten hier sind (Lobhudel) ein gutes Beispiel, wie JS eingesetzt werden kann, ohne Bedingung zu sein. So halte auch ich das für sinnvoll: Kann, muss aber nicht.

    Die zweite Sache: „Großeltern-Validator“:) So wie es DIE Frauen und DIE Männer und DIE „Behinderten“ nicht gibt, so vielfältig sind die Anforderungen an sinnvolles Webdesign. Es gehört etwas Hirn dazu, eine Website nicht nur im technischen Sinn „barrierefrei“ zu machen, sondern auch in der Usability und – zb – in der Sprache. Eine Site, die sich mit Ska befasst, wird eine andere Zielgruppe und damit andere Sprache haben als eine Wallfahrts-Site. Das muss berücksichtigt werden – und dazu braucht es -: Hirn. Leider scheint hier ein Validator („Ehg fettgeil – Radesin #58 jetza barierfrei fü mein fett clan“) zu fehlen. 😉

  8. mts

    chio

    Du bist verantwortlich für mindestens zwei weitere Lachfalten in meinem Gesicht! :zwinker:

    Ja dieser Validator wurde noch nicht erfunden, aber in Pisa gibst dazu die Anleitungen ….

    lachend
    Monika

  9. Ben

    Das is vielleicht „barrierearm“ aber bei weitem nicht „barrierefrei“. Barrierefreiheite Seiten haben Kontrastreiche Layouts am besten eine spezielle Kontrastversion, sind komplett komp. zu div. Vorleseprogrammen und generell stark auf benachteiligte User ausgelegt. A.Radtke sollte für „barrierefreiheit“ plädierenden ein Begriff sein. Alles andere ist bestenfalls „barrierearm“. Zumal ich immer noch der Meinung bin: „eine zu 100%“ barrierefreie Seite gibt es nicht und wenn doch, geht niemand drauf, weil se derb aussieht – dann kann ich gleich auf Formatierung und Layout verzichten und eine reine Infoseite erstellen.

    Zumal ich meine „barrierefreie“ Seiten haben nichts
    mehr mit „Webdesign“ sondern mehr mit „Codefetischismus“ zu tun, aber es soll ja bekanntlich Leute geben, die finden Bieneaward Seiten schön …