wieso "ab" selten günstig ist

 Günstiges WebDesign ab...
Günstiges WebDesign ab…

Biete günstiges Blogdesign ab,.. biete günstiges WebDesign ab,… und daneben steht eine so verlockend kleine Summe, dass die Augen des zukünftigen Kunden immer größer werden.

Dieses kleine Wörtchen “ab” ist aus all den Werbungen bekannt. Gebühren ab, Kosten ab, ..hat man dann schlussendlich die Rechnung in der Hand trifft einem fast der Schlag.

Wir sind irgendwo tief in uns drin so gestrickt, dass wir Wünsche als Realität ansehen möchten.

Wer möchte denn nicht einen kompletten Internetauftritt – wenn geht mit Shop und Forum – um 70.-€. Alleine zu lesen “WebDesign ab 70.-€” läßt uns glauben, dass dies dann auch so sei.

Und so wird bestellt: Die Webseite mit zig Extrawünschen, dort ein Formular und drüben auch noch eines und die Bildergalerie mit den Urlaubsfotos wäre doch auch ganz nett.

Dies entsteht schlicht aus der Tatsache, dass WebDesigner und Kunde sehr oft eine völlig andere Sprache sprechen.

Schlussendlich hat der Kunde dann oft eine Rechnung mit mehreren hundert Euros oder gar mehr in der Hand und es folgt das große Ach und Weh.

Doch der Webdesigner hat ja nie gelogen, er schrieb: ab 70.-€ (und ich hoff keiner meiner Kollegen hat jetzt irgendwo auf der Welt genau diese Summe drin;))

Daher bei jedem “ab” Angebot nachfragen:

  • Was beinhaltet der Preis?
  • Sind in dem die Wünsche mit drin, wenn nicht, dann genaue Aufstellung der Kosten verlangen.
  • Vertraglich Regeln, dass der WebDesigner auf erhöhte Kosten aufmerksam machen sollte.

Den Rechenstift zur Hand nehmen. Mancher WebDesigner verkauft pro Seite und pro Link, pro Modul, pro Text,pro Navigation.

Zu Beginn des Projektes eigene Homepage hatte man die Startseite, das Angebot, das Impressum und ein Emailformular vor Augen. Am Schluss sind es auf einmal vielleicht noch 6 Unterseiten mehr: Die Galerie, das Gästebuch, das Angebot wurde aufgesplittet usw.

Günstiges WebDesign gibt es und leistbares allemal. Doch empfehle ich dringend auch bei WebDesign Angeboten kritisches Nachfragen und sich absichern. Wie sich der kluge WebDesigner absichert, sollt es der Kunde auch tun. WebDesign ist eine Ware wie vieles andere auch. Beim Kauf eines TV Gerätes informiert man sich auch vorher und wägt alles ab, bevor man zuschlägt.

mts

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4 Kommentare zu “wieso "ab" selten günstig ist

  1. http://1.gravatar.com/avatar/383c3f60f18131605e83613b43bcb0b4?s=128&d=http%3A%2F%2F1.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D128&r=G

    René

    Deshalb gebe ich keine Preise vorab an, denn jedes Projekt hat seinen individuellen Charakter. Dieser lässt sich erst nach einem Briefing in finanzielle Werte umrechnen.

    Fixpreise für “irgendwas”, wo man nicht einmal wissen kann was einen als Anbieter erwartet, finde ich genauso unschön kalkuliert, wie diese “ab”-Varianten.

    Finde es aber gut, dass es mal jemand ausspricht. Hoffen wir, dass die Kunden es auch lesen.

  2. http://0.gravatar.com/avatar/ed92ad8bea8192aba3c2eba413b5ba7e?s=128&d=http%3A%2F%2F0.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D128&r=G

    so

    Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, wie man eine “Preistabelle” auf der eigenen Seite anbieten kann. Als ob man fertige Module in der Schublade hat, die man “nur” noch zusammensetzen muss. Dann kommen die frustrierten Kunden und beschweren sich über ihre fertige Internetseiten und bitten einen das Ganze doch etwas “besser” zu machen, weil sie mit “der anderen Agentur” unzufrieden sind. Ich denke auch, dass viele Gespräche einfach nicht ehrlich geführt werden. Nach dem Motto: “Der Kunde könnte ja abspringen und zu xyz gehen…”.

  3. http://1.gravatar.com/avatar/383c3f60f18131605e83613b43bcb0b4?s=128&d=http%3A%2F%2F1.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D128&r=G

    René

    Das schlimme ist, es gibt echt einige Agenturen / Freelancer, die haben wirklich Templates im Angebot. Sie werben dann mit einem super geringen Preis und werfen mitunter die “Anmeldung in tausende Suchmaschinen” für überteuertes Geld hinterher. Ich finde das nicht nur abstrus, sondern auch Kundennepp.

    Wäre schön, wenn die Kunden da nicht nur nach dem Preis gehen würden, sondern auf Beratung und individuelles Eingehen auf ihre Bedürfnisse als Mehrwert und nicht als unnötige Kosten verstehen würden.

  4. http://1.gravatar.com/avatar/78cbc62fb74ffcbf5772bd62f6f21ccb?s=128&d=http%3A%2F%2F1.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D128&r=G

    Bünyamin Turan

    ich denke wenn man ganau beschreibt was man für den Preis bekommt kann man auch “ab-Preise” nennen. Preislich möchte auch der Kunde wissen was auf ihn zu kommt. Ob man Preistabelle im Internet veröffentlicht oder ein Angebot
    Vorort unterbreitet am Ende kommt immer was anderes raus, dass wichtigste ist daher, der Umgang mit dem Kunden …..